Über Joseph Hubbard
Ich bin ein in Deutschland ansässiger Kunstfotograf für Tier- und Dokumentarfotografie, der sich auf ethische Feldarbeit und Umweltberichterstattung konzentriert.
Meine Arbeit basiert auf Geduld, Wiederholung und langfristiger Beobachtung. Anstatt inszenierte oder massenhaft produzierte Bilder anzustreben, kehre ich im Laufe der Zeit immer wieder zu Landschaften und Lebensräumen zurück – ich studiere saisonale Veränderungen, Lichtverhältnisse und das Verhalten der Tiere, bis sich ganz natürlich ein Bild herauskristallisiert. Der Prozess ist bewusst und minimal invasiv, wobei jede Entscheidung von Respekt vor der Tierwelt und der Unversehrtheit des Ortes geleitet ist.
Nach meinem medizinischen Ausscheiden aus der US-Armee im Jahr 2014 wandte ich mich der Fotografie zu, um auf disziplinierte und strukturierte Weise mit der Natur in Verbindung zu bleiben. Das selbstständige Arbeiten innerhalb festgelegter Grenzen hat zu einer ruhigeren, bewussteren Herangehensweise geführt – weniger Ausflüge, mehr Aufmerksamkeit und eine stärkere narrative Kohäsion.
Meine Bilder beschäftigen sich mit Koexistenz, Veränderungen des Lebensraums und der Spannung zwischen menschlicher Präsenz und natürlichen Systemen. Jede Werkreihe entsteht als Teil einer fortlaufenden visuellen Studie und nicht als isolierte Momentaufnahme.
Die fertigen Fotografien werden als archivtaugliche Kunstdrucke präsentiert und für redaktionelle, konservatorische und dokumentarische Zwecke lizenziert.
Die Natur bleibt sowohl Thema als auch Rahmen – wo Beobachtung zu Klarheit wird und Geduld Teil der Arbeit selbst wird.
Mein Ansatz
Koexistenz statt Einmischung.
Meine Arbeitsweise ist einfach.
Ich inszeniere keine Wildtiere. Ich dränge mich nicht näher heran, um eine größere Wirkung zu erzielen. Ich lasse Raum – für Tiere, für Landschaften und für den Moment, damit sich alles auf seine eigene Weise entfalten kann.
Ich arbeite unter Einhaltung ethischer Distanz und vermeide Praktiken, die das natürliche Verhalten verändern. Ich bevorzuge natürliches Licht und halte meinen physischen Fußabdruck in sensiblen Bereichen so gering wie möglich. Genehmigungen, Landbesitzer und regionale Vorschriften werden als Teil der Verantwortung respektiert, die mit der Dokumentation dieser Orte einhergeht.
Ich bin nicht daran interessiert, Bilder zu sammeln.
Ich bin daran interessiert, das, was ich sehe, zu verstehen und mit anderen zu teilen.
Die meisten meiner Arbeiten entstehen langsam – durch wiederholte Besuche, Beobachtung und Zurückhaltung. Das Bild kommt zuletzt. Der Prozess kommt zuerst.